Jungwirth Tripelhorn

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Jungwirth Tripelhorn

Beitragvon otto » So 20. Nov 2016, 21:23

Hallo.
Dieses Horn ist wieder ein gutes Beispiel dafür, dass es bei uns Hornisten immer wieder Neuentwicklungen gibt. Das macht es natürlich auch interessant. Vielen Dank Herr Jungwirth für Ihr interessantes Horn.
Es ist auch mutig, ein Tripelhorn zu entwickeln, wo doch so viele andere Hersteller diese schon bauen und mehr oder wenig erfolgreich verkaufen.
Ich habe schon 1992 versucht mein Tripelventil für ein Tripelhorn, das auch ein Gebrauchsmuster (Patent zu teuer) hatte, und somit beim Patentamt in München als schutzwürdig eingestuft wurde, zu vermarkten.
Das ist alles andere wie leicht und für mich nicht erfolgreich gewesen, bisher jedenfalls.
Umso mehr begeistert es mich, das in diesem Bereich bei der Entwicklung eines perfekten Tripelhorns immer wieder Neuentwicklungen auf dem Markt erscheinen.
Ich wünsche allen, die das machen viel Erfolg, egal welcher Hersteller es ist.
Gerne würde ich mich freuen, wenn Ihr über Eure Erfahrungen mit dem Tripelhorn schreibt, sofern ihr das auch benutzt.
Grüsse
otto
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Re: Jungwirth Tripelhorn

Beitragvon Mathias » Mo 21. Nov 2016, 12:04

Lieber Otto,

Ich habe das Tripelhorn angetestet und ich kann von meiner Erfahrung berichten. Da ich bisher nur ein Jungwirth Tripelhorn getestet habe, fehlt es mir an Referenz. Auch kann man in der kurzem Zeit, die ich darauf gespielt habe, kaum ein echtes Urteil abgeben, es ist mehr ein erster Eindruck.

Grundsätzlich gefällt mir am Jungwirth Doppelhorn sowie am Tripelhorn die F - Seite sehr gut. Sie geht leicht zu spielen, gibt was her hinsichtlich Klang und Volumen. Die Ansprache habe ich als sehr gut in Erinnerung. Ich glaube mich zu erinnern, dass auf der F - Seite kein großer Wiederstand war, eher geringer als bei den Wiener Hörnern.
Das Umschalten funktionierte auch reibungslos.
Das B - Horn habe ich zu kurz getestet, um zu urteilen. Bei mir hat es sich damals ungewohnt angefühlt, sodass es einfach nötig gewesen wäre, länger zu testen, um die Luftführung anzupassen.
Mit der Ansprache beim hoch F, konnte ich wieder gut umgehen.
Mich würde es noch interessieren, für welche Passagen ihr hoch F einsetzt, bzw. ob jemand von euch regulär Tripelhorn spielt?

Liebe Grüße
Mathias
 
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Re: Jungwirth Tripelhorn

Beitragvon oppitz » Di 22. Nov 2016, 17:03

Habt Ihr einen Link oder Bilder?

Auf der Homepage ist noch kein Triple drauf.
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Re: Jungwirth Tripelhorn

Beitragvon dszy » Di 22. Nov 2016, 17:06

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Re: Jungwirth Tripelhorn

Beitragvon oppitz » Di 22. Nov 2016, 18:23

dszy hat geschrieben:https://www.youtube.com/watch?v=_tn-YbfgmPo


Danke !

Sieht gut aus.

Irre ich mich, oder MUSS bei der Konstruktion die Leerstellung "B" sein und je ein Daumendrücker für "F" und "f" ?
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Re: Jungwirth Tripelhorn

Beitragvon otto » Do 24. Nov 2016, 09:08

Hallo.
So ungesehen, müsste die Grundstellung (ungedrückte Hebel) in F sein; dann B und F hoch.
Wenn man den Wechsel des Schiebeventiles umdreht (das müsste machbar sein) dann ist die Schaltfolge: F hoch, B und F.
Grüsse.
otto
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Re: Jungwirth Tripelhorn

Beitragvon oppitz » Do 24. Nov 2016, 12:32

otto hat geschrieben:Hallo.
So ungesehen, müsste die Grundstellung (ungedrückte Hebel) in F sein; dann B und F hoch.
Wenn man den Wechsel des Schiebeventiles umdreht (das müsste machbar sein) dann ist die Schaltfolge: F hoch, B und F.
Grüsse.
otto


das würde bedeuten, dass man "durchschiebt" oder? dachte es wäre in Ruhestellung in der Mitte und bewegt sich jeweils mal nach rechts, mal nach links... eigentlich ganz ähnlich wie seinerzeit bei Alex 307 und 308 (da als Drehventil ausgeführt)
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Re: Jungwirth Tripelhorn

Beitragvon oppitz » Do 24. Nov 2016, 17:23

so... habe heute mal bei Jungwirth angerufen, um Licht ins dunkel zu bringen...

Man muss seine gewünschte Drück-Reihenfolge bei der Bestellung angeben. Wenn ich am Telefon alles richtig verstanden habe, ist es ein "Durchschiebe-Mechanismus", da mir erklärt wurde, dass das eine Daumenventil eben exakt vordefiniert nur bis "zur Hälfte", also der mittleren Einstellung geht und das andere, dann den Rest des Weges macht.

Standard sei wohl F-B-f ... und wer es anders mag, da wird nicht das Ventil, sondern der Rohrverlauf leicht geändert.

Eines darf ich auch noch verraten - er abeitet an einer zusätzlichen zweiten Version des Triplehornes, welches ein (!) Drehventil als Umschaltzentrale nutzt, es wird dann beide Versionen geben...
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Re: Jungwirth Tripelhorn

Beitragvon otto » Do 24. Nov 2016, 23:14

Hallo.
Es bleibt spannend auf dem Gebiet des Tripelhornbaus. Danke 'oppitz' für Dein Nachfragen bei der Firma Jungwirth.
Bei meinem Tripelventil, das schon 1991 "erfunden" wurde, einem Drehventil, haben wir das gleiche Problem, wie bei allen Lösungen, bei denen sich der konische Anteil des Mundrohres nach dem F hoch Horn richten muss. Das kann Intonationsprobleme verursachen. Deshalb haben die meisten Hornbauer, ihr Tripelhorn mit einem Drehventil (bei Finke ein Schiebeventil) zwischen Mundrohr und Eingang in die F hoch Seite versehen (gut erkennbar bei dem Horn von Ricco Kühn, Modell W393X, wertefrei als Beispiel). Dadurch ist es möglich das Mundrohr der B und F Seite länger konisch zu lassen.
Aber es ist auch gut, dass es viele Möglichkeiten gibt ein gutes Tripel zu bauen. Wie schon erwähnt, es bleibt spannend.
Liebe Grüsse
otto
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Re: Jungwirth Tripelhorn

Beitragvon otto » Mi 18. Okt 2017, 08:26

Hallo.
Nun nach einiger Zeit, frage ich Euch, ob es etwas Neues im Hause Jungwirth gibt, bzgl. des Tripelhorns.
Grüsse
otto
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