Stimmungskorrektur mittels Mundstück?

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Stimmungskorrektur mittels Mundstück?

Beitragvon Willi » Do 1. Aug 2019, 09:19

Hallo Freunde und Experten des Hornspiels!

Mir ist bei meinen Musikkollegen aufgefallen, dass sie - wenn sie von Trompete auf Flügelhorn wechseln - auch ein anderes Mundstück nehmen. Nach dem Grund befragt sagten sie, dass dies aus Gründen der besseren Intonation sei, was mir auch gleich demonstriert wurde.
Meine Frage dazu ist nun folgende: Ich bin mit meinem F-Horn soweit ganz zufrieden, wenn auch das kleine g und c relativ tief sind. Kann man das eventuell durch ein geeignetes Mundstück kompensieren?
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Re: Stimmungskorrektur mittels Mundstück?

Beitragvon Peter » Do 1. Aug 2019, 19:32

hallo Willi,
natürlich kann man mit einem guten Mundstück die Intonation verbessern. Wir brauchen für ein F-Horn ein Trichtermundstück mit einer großen Bohrung. Zum Beispiel:
http://www.marcinkiewicz.com/mouthpieces/Standard Nr. 3 oder 1

Auch ist es extrem wichtig, dass die Schaftbohrung - das ist ja der Beginn der Mundröhre - nicht zu eng ist, was bei unseren weiten B-Hornmundstücken mit den bauchigen Kessel und der oft extrem engen Bohrung nicht gut gewährleistet ist.

Verwundert habe ich gelesen "…wenn auch das kleine g und c relativ tief sind…" .Damit wir uns nicht missverstehen: Du meinst die beiden Töne für Horn in F oder doch klingend? Auf einem F-Horn sind das gute Töne - sie dürften nicht zu tief sein, oder das Horn hat eine verzerrte Obertonreihe, was auf ein nicht richtigen konischen Verlauf
der Röhre schleißen lässt. . Ein ideales F-Hornmundstück, wie das oben empfohlene, könnte da allerdingss helfen.
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Re: Stimmungskorrektur mittels Mundstück?

Beitragvon Willi » Do 1. Aug 2019, 22:06

Hallo Peter,

Danke für Deine Erklärungen. Wie Du richtig vermutest meine ich die Töne in F-Stimmung. Während die oberen 2 Oktaven ziemlich gut stimmen (in diesem Bereich spiele ich zumeist und stimme dort auch ein) muss ich beim g nach oben drücken oder im Extremfall mit 1+3 greifen. Das kleine c lässt sich ganz gut anheben. Ich muss nur daran denken!

Mein Mundstück ist trichterförmig und ohne Bauch. Die Bohrung schätze ich auf ca 4,5 mm.
Da es sich bei meinem Instrument um ein Wienerhorn mit F-Bogen handelt wird sich wahrscheinlich auch etwas mit einem Bogenwechsel verbessern lassen. Ich werde meinen Urlaub nützen und beide Optionen testen.

Grüße nach Frankfurt!
Willi
 
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Re: Stimmungskorrektur mittels Mundstück?

Beitragvon hörnix » Fr 2. Aug 2019, 06:59

Hallo Willi,
Aus meiner Erfahrung macht auch, außer dem Mundstück selbst, der Schaft viel aus, also ob das Mundstück etwa zu weit im Mundrohr steckt (oder zu kurz).
Grüße, Michael
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