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Thema: Einkommen |
Gymnasiallehrer werden zwischen A13 und A16 und in Abhängigkeit vom Dienstalter besoldet, das entspricht einer Brutto-Einkommensspanne von knapp 3000 EUR bis EUR 5700. Dazu kommen eventuelle Zuschläge im Besoldungssystem.
Tuttisten (also vor allem viele Streicher) sind eher im unteren Bereich angesiedelt, hervorgehobene Stellen (insbesondere Bläser) sind den gehobeneren Einkommensschichten zuzuordnen. Konzertmeister, Solohorn und Solopauker liegen locker über diesen Grenzen.
Die Bläser erhalten (zumindest an manchen Häusern) Sonderverträge.
Zuletzt bearbeitet: 29.08.08 13:21 von George
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@George, woher hast Du denn den Krampf mit Konzertmeister, Solohorn und Solopauker ? Das ist doch Unsinn.
Ich habs ja schon genau erklärt:
Die Sonderverträgler sind alle Konzertmeister, Solobratscher und Solocellisten.
Sonst gibt es Einheitsgehälter, die man im TVK Kulturorchester für jede Orchesterkategorie nachlesen kann.
Zulagen gibt es für alle Wechselinstrumente (z.B. Piccolo bei den Flötisten, Wagnertuba bei allen Tuttihornisten,usw.) und Wechselpositionen z.B. hoher & tiefer Hornist (Wechselhornist, in den USA utility horn). Diese Zulage liegt im Bereich von 5% vom Grundgehalt.
Zulage 2 gibt es für alle stellvertretenden Stimmführer z.B. stv. erster Hornist bzw. 1./3. Horn incl. Wagnertuba, Solo Piccolo, Vorgeiger, Vorspieler bei den Cellisten usw.
Zulage 1 gibt es für alle Stiummführer oder gleichgeordnete andere Solisten z.B. Baßklarinette.
In den Opernorchestern (u.d. sind die größeren Orchester) sind mir keine Sonderverträgler unter den Solohornisten bekannt. Antal Bernhard hatte in Mannheim eine Sonderregelung, die sich aber kaum auf das Finanzielle bezog. Aber das ist schon lange Geschichte.
Es gibt eine Menge Sonderhonorare z.B. für Trompeter und Posaunisten, wenn sie engmensurierte Posaunen und Cornets bei italienischen Werken spielen. Das ist ganz schön einträglich. Bei den Hornisten gibt es gestaffelte Sonderhonorare für das Diskanthorn (vorne an Cesare) und großen und kleinen Ruf.
Wo sollte denn der Solopauker einen Sondervertrag bekommen und wofür ? Die meiste Zeit hat er doch auch nur wenig zu tun.
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Wo ausschließlich der TVK gilt, finden sich natürlich auch die dort benannten "Einheitsgehälter" und die diversen Zulagen wieder - natürlich auch solche Dinge wie Frackgeld, Bogengeld, Instrumentengeld etc. Aber: vielfach finden die Vorgaben von Haustarifverträgen Anwendung, und die sind nicht zwangsläufig schlechter als die Vorgaben des TVK (so ähnlich funktionieren ja bekanntlich auch die Haustarifverträge bei VW). So kommts dann eben auch zu den bereits erwähnten Sonderverträgen und Einkommenssituationen.
Nicht vergessen darf man natürlich die Aushilfstätgkeiten für andere Orchester. Da kommen mit Proben und Aufführung durchaus 4stellige EURO-beträge zusammen - zzgl. Spesen.
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Aushilfstätigkeiten in anderen Orchestern nur, wenn man "gefragt" ist. Dafür muss man mit Leistung sorgen!
Bei rund 40-50% Steuerabzügen sind diese Tätigkeiten (die Leistung, die dann auch tatsächlich zu erbringen ist) mehr der privaten Fortbildung und dem Spaß am Musizieren zuzurechnen als irgendeiner Form von "Geldmacherei", bedenkt man den Regenerationszeitverlust und die Freizeitvernichtung.
Insgesamt ist die Einkommenssituation nicht schlecht, aber auch nicht wirklich gut, wenn man nicht nur den Vergleich mit einem Lehrer heranzieht (der auch zu schlecht bezahlt ist), sondern eher mit einem Herzchirurg, Lufthansapilot, Zahnarzt, Notar etc.
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Im "öffentlichen" Dienst ist die Bezahlung immer vergleichsweise niedrig. Auch bei Ärzten, Ingenieuren etc...
Hinzu kommt aber ein viel interessanteres Phänomen: In keinem anderen Bereich ist die Rate an "bourn out"-Erkrankungen höher als im öffenlichen Dienst (was kaum einer weiß) Das liegt aber nicht nur an der als nicht leistungsgerecht empfundenen Bezahlung sondern auch an anderen Faktoren wie sach- und fachunkundigen Dienstherren und entsprechend inkompetenten (sorry) "Leistungsbewertungsmodellen", inkompetenten Entscheidungsfindungen und Vorgehensweisen und herablassnder Behandlung von hochqualifizierten Mitarbeitern etc. etc.
Andererseits war das bei den "Fürsten" auch schon so :-)
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