Mo 23. Jun 2014, 07:30
Lieber Peter !
Das von mir mit Hermann Ganter entwickelte Doppelhorn ist kein Nachbau des
Alex 200, jedoch ähnlich. Es gibt ja bei gegebenen Bedingungen und ästhetischen
Ansprüchen kaum Variablen. Bei mir war es die Bedingung des aus akustischen Gründen
möglichst langen Mundrohres. Dazu kam dann noch, den Ventilstock als "Quadrat" gesehen,
die möglichst zentrale Einbettung in einen Doppelkreis und die maximal mögliche Ver-
meidung der Gegenläufigkeit. Eine technische Bedingung bewirkte die Einbettung des
Hauptstimmzuges in den F-Stimmzug, womit beide Stimmzüge auf die gleiche Ebene
gelegt werden konnten und somit das Horn eine nicht zum Wackeln führende Auflage-
fläche erhielt. Die Einleitung ins Umschaltventil erfolgte schräg, um einen zusätzlichen
Knick der schwingenden Tonsäule nicht zusehr zu stören.
Der Verlauf des Bechers und der Silberkranz wurde von Alexander schon lange vor dem
Modell 200 angenommen, als ich mein spezielles 103er bestellte. Ein 200er habe ich
übrigens auch mindestens zwei Jahre lang gespielt.
Die Abmessungen betreffs Längen hat Hermann Ganter den allgemein zugänglichen
Daten z.B. von Nödl entnommen und wo notwendig mit mir zusammen modifiziert.
Es führen eben mehrere Wege nach Rom. Und das ist gut so, da somit den Benutzern
eine breite Auswahl guter Instrumente zur Verfügung steht.
Ich muß zugeben, daß ich mit vielen anderen Marken keinerlei Problem gehabt habe,
da ich mich immer innerhalb weniger Minuten des "Explorierens" auf das jeweilige
Instrument einstellen konnte. Man muß nur die winzigen Intonationsunterschiede
sofort identifizieren und speichern und beim Spiel entsprechend mit der rechten Hand
oder mit der Luftgebung oder mit mehr oder weniger Spannung der Lippen korrigieren
wollen und tun. Dazu sind aber viele Freunde nicht in der Lage oder sie wollen es gar nicht.
Schade, sie versäumen so die Vielfalt und den damit verbundenen Spaß !!!!!
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Prof am Mo 23. Jun 2014, 16:09, insgesamt 1-mal geändert.