Rohrlänge

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Re: Rohrlänge

Beitragvon Peter » Fr 11. Jul 2014, 09:35

Lieber Altcorno,

warum sollte ein 5-ventiliges B-Horn (in Amerika Modell Sansone genannt) schlechter sein?
Wenn es sorgfältig gebaut wurde, denn gibt es keinen Grund dafür, ausser vielleicht, weil es etwas schwerer ist.

Gewicht spielt eine gewisse Rolle. Besonders junge und noch nicht voll ausgereifte Bläser lieben schwere Instrumente, weil diese Hörner einen konfektionierten Klang anbieten und (angeblich) über einen größeren Ton verfügen. Nach einiger Zeit werden jene aber feststellen, dass sie weniger gut den Klang beeinflussen/schattieren können. Deswegen bevorzugen reifere Bläser leichtere Instrumente, weil diese den Bläser eher in die Lage versetzt, dem Horn seinen Willen aufoktroyieren zu können.

Da aber ein 5-ventiliges B-Horn allemal leichter als ein Doppelhorn ist, ist das kaum ein Grund, der gegen ein 5-ventiliges B-Horn spricht.
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Re: Rohrlänge

Beitragvon Altcorno » Mo 3. Nov 2014, 23:35

Peter hat geschrieben:Hallo Altcorno,
auf der Basis (meines) Triplehorns Modell 3S wäre die Konstruktion eines F-B.-hochEs nicht möglich., denn die ergänzenden Rohrteile für den Abstand vom B-Horn zum hoch-Es sind einfach zu kurz.

Aber Deine Idee eines Triple in gemischter Bauweise wäre möglich! Das würde bedeuten, ein voll ausgebautes B-hoch Es Doppelhorn - evtl nach der Butti oder Cornford'schen Modell 28 ziger Bauweise, wobei das obere (in diesem Falle, B-Horn) eben mittels Walze zum tiefen F-Horn verlängert werden könnte. Mit dem 23ziger Modell würde die Sache schon wieder kompliziert.
Leider wäre dieses Instrument wieder sehr viel schwerer. Und so vorteilhaft auch ein hoch-Es wäre, es gibt leider auch gravierende Nachteile. Alle F und E Transpositionen liegen ausgesprochen schlecht.
Ich habe bei meinem B-hoch ES Horn, welches ich gerade zum Kauf anbiete, dieses Problem gelöst, denn es ist streng genommen ein
B - hoch Es/hochF Horn.

Meine derzeitige Konsequenz aller Denkmodelle ist in jeder Beziehung mein Triple (3S) von Cornford


Kurze Frage: Wäre es möglich, z. B. ein Schmid B/Es, welches ein geteiltes Umschaltventil aufweist, mit einer Walze nachträglich umzubauen? (Ich verfolge da eine konkrete Idee.)

Liebe Grüße,
Altcorno
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