von wombat » Mo 24. Aug 2015, 17:53
Ist für mich die Frage, ob der Mensch (schnell, mit ein wenig Obacht) was ändern kann, wenn man ihn angesprochen hat. Wahrscheinlich nicht.
Im letzten Hornhangout von Sarah Willis war auch eine kurze Anmerkung zum Thema Nebengeräusche zu vernehmen. Das, was man am Platz hört, muss nicht unbedingt das Ergebnis im Saal beeinflussen.
Ich hatte mal so mein Leiden: Wenn's nicht Gestöhne und Gegrunze bei jedem Nachschlag ist und 'rumge-"Pscht!"-te an Stellen ist, von denen der Mitspieler der Meinung ist, dass man selbst sie zu laut spielt (und weil rechts sitzend alles zu laut empfindet), ungeachtet der Tatsache, dass der Dirigent aufmunternd zuwinkend mehr Horn fordert, ist doch alles gut. Sowas kann man nämlich nicht ansprechen, ohne dass es die andere Person nicht persönlich nimmt.
Dein Kollege hat ein technisches Problem, das kann man ansprechen, wenn man weiter der Meinung ist, dass wichtig ist, was vorne ankommt und das in den Vordergrund stellen kann.
Weiterer Maßstab für mich wäre: Ist es ein Problem anderer, bei dem ich bereit bin, dies in der Ausübung meiner wertvollen Freizeit zu akzeptieren? Im Beruf gibts im Zweifelsfall "Schmerzensgeld" (=ausreichend hohes Gehalt, sonst muss man sich was neues suchen). In meiner Freizeit mache ich das, was mir Spass macht. Wie weit wird mir mein Spass eingeschränkt und bin ich bereit diese Einschränkung zu akzeptieren.