von Prof » Mo 23. Jun 2014, 20:25
Lieber Peter !
"Idiot" steht für "Dummkopf", aber nicht als Beleidigung, sondern als Faktum.
Das trifft auf alle - mich eingeschlossen - zu. Wir lernen aber dazu, d.h. die
lernen wollenden.
Der Tenor meiner Beiträge läuft immer dahin, daß man das Gehör trainieren soll,
u.z. von der ersten Unterrichtsstunde an. Ich habe auch nur ein antrainiertes absolutes
Gehör. Viele das Horn traktierende Zeitgenossen kümmern sich aber einen feuchten Sand
um die Intonation und erwarten einfach, daß alles stimmt. Daß das nur annähernd funktionieren
kann und wir viel zu vielen Variablen ausgesetzt sind, ist Dir genauso bewußt wie mir. Deshalb
arbeitest Du ja an den Verbesserungen. Diese Verbesserungen helfen aber nur dann, wenn der
Nutzer der Verbesserungen selbst auch "richtig" hört, was hinten aus dem Horn herauskommt.
Das mit dem zu weiten Ausziehen trifft ja nur auf Extremsituationen zu, bei denen man froh
sein muß, daß überhaupt ein annehmbares Spiel (Intonation) ermöglicht wird. Technisch gesehen
hast Du ja völlig recht, nur erfordert die Extrempraxis, wie Dir zur Genüge bekannt, manchmal arge
Kompromisse. "Und zar wos hamma de rechte Hond ?" (Nur muß dabei die Handstellung die richtige
sein, die blitzartige Korrekturen erlaubt.)
Alle Verbesserungen haben einen Nutzen. Mir geht es aber darum, die generelle Hinwendung
zum Instrument zu verbessern. Deine Verbesserungen kommen ja auch nur zustande, indem Du
Deine "Software" entsprechend bemühst.
Es gibt aber genug Leute - und zwar die Mehrzahl der Hornisten - , die sich diese oft großartigen
Verbesserungen nicht leisten können. Denen will ich aber dadurch helfen, daß sie die Methode
ändern, um auch auf Instrumenten mit offensichtlichen Unzulänglichkeiten sehr gute bis ausge-
zeichnete Ergebnisse erzielen zu können.