Hallo,
unter dem kurzen Titel verbirgt sich eine Armada von kleinen Teilfragen, also entschuldige ich mich vorauseilend für etwaige Konfusionen.
Ein Kollege spielt ein Paxman Acadamy Serie 4. Das Horn spielt sich angenehm und klingt recht fein, aber ... er hat es 3 oder 4 Jahre (neu gekauft) und das Mundrohr ist bereits fast durch (Zinkfraß), Teile der Maschine "bröckeln", etc. (er pflegt es eigentlich besser, als ich es von anderen Jugendlichen kenne!).
Dies führt dazu, dass wir uns einige Dinge fragen:
- lieber ein gebrauchtes "Profi"horn für den gleichen Betrag (ca. 4000,-) ? ... obwohl man für dieses Geld fast auch bereits Instrumente von Cornford, Finke, Willson und Otto bekommt... aber eben auch gebrauchte Topmodelle, ja sogar Triplehörner...
Worauf bei gebrauchten Instrumenten achten? ... abgesehen, vom persönlichen Gefallen, wie es sich spielt und klingt.
- Ventildichtigkeit (wie wichtig ist die und wie testet man die - ausser mit dem berühmten "Plopp" beim abziehen ohne das Ventil zu drücken? Auf amerikanischen Seiten geben die oft sogar ein Prozentsatz der "Kompression" an.... wie ermitteln die denn dann 80%, 90% 100%?)
- noch mal zum Material... Da gibt es die berühmte "rote Pest", also den Zinkfraß, wobei ich selber ein Herbert Fritz Knopf aus den 40er Jahren habe und seit ich denken kann, hat es 2 rote Punkte, die werden nicht grösser und halten nun schon länger, wie manches Horn im Ganzen.
- Material Frage 2 ... manchen sprechen von "Ermüdung"... was genau ist damit gemeint (das Material selber, was an Spannung verliert oder Lötstellen, die sich lösen) und wie findet man heraus, ob das betreffende Instrument "ermüdet" ist?
Eine gänzlich andere Frage kam nach einem Telefonat mit einem Verkäufer eines angesehenen Horngeschäftes auf. "Moderne" Hörner würden sich generell leichter spielen und die Töne besser "einrasten"... Ab wann ist ein Horn "modern" - aber den Effekt kann ich gut nachvollziehen, wenn ich das besagte Paxman Serie 4 und mein altes Knopf nehme, spielt sich das "neue" schon leichter und in der oberen Oktave rasten die Töne leichter ein, dafür ist der Klang vom Knopf einfach toll...
Hab ich in dem Zusammenhang etwas vergessen?
