Ich habe das "Umbauhorn" von Syhre vor einigen Jahren ausgiebig (mehrere Wochen) getestet. Man muß aber wissen, daß es dabei um ein Horn handelt, daß den Instrumenten um 1860 herum nachgebildet ist. Mit einem modernen Ventilhorn ist es weder klanglich noch von der Intonation her vergleichbar! Deshalb bitte nicht Birnen mit Äpfel vergleichen! Der Klang des Horns entspricht nicht dem völuminösen Auftrteten eines modernen Horns und die Intonation verlangt nach viel Handarbeit.
Im 19. Jahrhundert war das aber egal, denn die Hornisten waren das vom Stopfhorn her gewohnt. Mit aufgesteckter Maschine spielt sich das Horn mit F- oder Es- Bogen am besten. Mit B- Stift ist die Intonation eher schlecht. Als Inventionshorn (ohne Maschine) in G, F, E, Es und D (andere Bögen standen mir nicht zur Verfügung) war das Horn aber prima! Die Mensuren kann man sich (glaube ich) aussuchen. Auf der Homepage von Syhre sind die Schallmensuren ja abgebildet. Standard ist die Korpusmensur nach Korn, Mainz. Die Verarbeitung ist spitze!
Beim Schmid- Modell dürfte das Ganze ähnlich ausfallen. Auch Richard Seraphinoff
http://www.seraphinpff.com bietet soche Hörner an, allerdings in französischer Bauart mit Perinetventilen.
Fazit: Für den ständigen Gebrauch, also als tägliches Arbeitsgerät, taugt das Horn weder im Posaunenchor oder Musikverein und schon gar nicht in einem modernen Orchester. Es ist einfach "zu leise". Man bläst sich die Lungen aus dem Leib und kommt trotzdem nicht durch.
Für "nebenher", Kammermusik oder "historische" Aufführungen aber ist das Horn durchaus empfehlenswert!