Brief Leopold Mozart an Wolfgang A. Mozart
Salzburg den 1 Decembris 1777
.......... H: Leutgeb, der itzt in einer vorstadt in Wien ein kleines schneckenhäusl mit einer kästerei gerechtigkeit auf Credit gekauft hat, schrieb an Dich und an mich, kurz, nachdem Du abgereiset, und versprach mich zu bezahlen* mit gewöhnlicher voraussetzung der gedult, bis er beym käs-Handl** reicher wird, und von Dir verlangte er ein Concert. Nun wird er aber schon wissen, daß Du nicht mehr in Salzb: bist. ..............
* Leutgeb lieh sich für den Kauf Geld bei Leopold Mozart
** ob er das tatsächlich tat, mit Käse handeln, ist nicht belegt, das er es plante, schrieb er in einem Brief an Leopold Mozart
Pisarowitz meint dazu, dass der Kredit zur Neueinrichtung des Wohnerbes seines verstorbenen Schwiegervaters dienen sollte, da ja dessen Witwe diese Käse- und Wurstgerechtigkeit, also das Recht, Käse und Wurst herzustellen, bereits anderweitig vergeben hatte. Im Archiv der Stadt Wien fanden sich Nachweise darüber.
1. Quelle, Belege aus dem Archiv der Stadt Wien?
2. Leutgeb spricht vom Handel, nicht von der Herstellung -ist die kästerei gerechtigkeit für beides, Handel und Herstellung oder getrennt. Verkaufte man eventuell nur das Recht der Herstellung?
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Spaß mit Leutgeb
Mozart am 25.Juni 1791 an seine Frau
.......... heute machte ich den Leitgeb eine Überaschung. – ich gieng zuerst zu den Rechberger'schen – und da schickt die frau ein tochter hinauf, ihm zu melden, daß ein alder guter bekannter aus Rom da seyen – er wäre schon alle Häuser abgelaufen; und hätte ihn nicht finden können! – er schickte zurück, ich möchte nur ein wenig warten. unterdessen legte sich der arme Narr an, wie an einem Sontag, das schönste kleid, und prächtig frisirt – Du kanst Dir vorstellen wie wir dann ihn auslachten. – ich muß halt imer einen Narren haben – ist es Süßmair nicht, so ist es Leitgeb........................
