von Prof » Do 2. Sep 2010, 18:56
Günther, das ist alles nicht befriedigend. Beim Wienerhorn kann man die B-Zug-Garnitur verwenden, etwas herausziehen und mit dem "Sauschwanzerl" (A-Bogen) wunderbar A-Horn spielen. Mit dem B-Stift ist es echt unbefriedigend. Eigentlich ist die Herum- und Herauszieherei der Bögen Unsinn. Bei Verwendung des Es-Bogens (Robert Leicht !), müßten die Ventilzüge unverhälnismäßig herausgezogen werden. Das wird nichts, gar nichts. Da stimmt auch dann gar nichts mehr. Warum überhaupt ? Um das Transponieren zu vermeiden etwa ? Es gibt keinen sinnvollen Grund, das Wienerhorn nach Es zu stimmen. KEINEN. Und, je länger das Horn, desto mulmiger der Klang.
Peter, in der Theorie geht alles, in der Theorie. Aber in der Praxis ....
Und Aubrey Brain, naja, der hat seine Wurzeln noch bis in die späte Naturhornzeit strecken können. Deshalb war dann das Es-Horn für das Brahmstrio ganz richtig. Er hat sicher größtenteils naturhornmäßig gespielt und die Ventile nur für sogenannte "kritische Töne" verwendet. Diese Aufnahme habe ich irgendwo im Original (78) und vermutlich schon digitalisiert. Ich glaube aber, daß sie schon irgendwo auf das Medium unserer Zeit übertragen wurde. Eine wunderschöne Aufnahme. Nix B-Horn , versteht sich !!!! Warum sonst wohl wurde sein schöner Ton gepriesen.