Gegen Umarbeitungen ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Es gibt ja auch Hornisten, die Cello- Kompositionen spielen. Und wenn man nichts transskripieren dürfte, was wollte man, z.B. im Hornquartett, dann spielen? Sämtliche Blechbläserensembles müßten dann sofort einpacken.
Vivaldis Konzert für zwei Trompeten klingt mit Parforcehörnern lange nicht so "hupend" wie das Original. Ich habe es auch schon von zwei Violinen gehört (zugegeben, daß war ein ziemliches Gejammer).
Zudem haben die Komponisten nicht selten die Instrumentierung offen gelassen. Es wurde halt benutzt, was gerade zur Verfügung stand.
Sind die Neruda- Konzerte nun für Hörner oder Trompeten geschrieben worden? Wer kann das wissen? Dem Neruda wirds egal gewesen sein. Von Telemann gibts ein Violinkonzert, daß wahlweise auch mit Trompete gespielt werden kann (oder wars umgekehrt?). Leopold Mozarts Konzert für Trompete, zwei Hörner usw. klingt auch mit drei Hörnern seeehhr schön (und quitscht nicht so

)
Also: Ran an die Stücke, die gefallen, umschreiben und spielen! Musik soll schließlich Spaß machen und "Dienstliches" muß man zur Genüge trällern.
(Aber warum spielt der Cellist im Video so "abgehackt"? Oder meine ich das nur???)